Osteosana: Anja Richter, Praxis für Osteopathie, Craniosacraletherapie & Trauma Heilung
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Einführung in die Osteopathie

Osteopathie, eine Philosophie, eine Wissenschaft
und eine Kunst der Medizin


"Ihre Philosophie umfasst das Konzept der Einheit von Struktur und Form im Körper, bei Gesundheit wie auch bei Krankheit.

Ihre Wissenschaft schliesst physikalische, chemische und biologische Wissenschaften mit ein in ihrem Bezug zur Stabilisierung der Gesundheit und der Prävention, zur Heilung und Linderung von Krankheit.

Ihre Kunst ist die Anwendung der Philosophie und der Wissenschaft in der Praxis der Osteopathischen Medizin in allen Verzweigungen und Spezialitäten."

Definition der American Academy of Osteopathie (AAO)


Eine manuelle Medizin

Eine manuelle Medizin, die auf dem Wissen der lebendigen Anatomie, Embryologie und Physiologie aufbaut und neue Schwerpunkte setzt.

Einen wesentlichen Teil seines Studiums verwendet der Osteopath auf die Betrachtung der embryologischen Entwicklung des Menschen. Hieraus entwickelt er das Verständnis der jedem Organ typische Eigenbewegung, die er später mit seinen Händen erspüren lernt.

Das Verständnis für die Zusammenhänge sämtlicher Strukturen des menschlichen Körpers vertieft er bei der Arbeit im Präparationssaal.

Anschliessend setzt er das erlangte Wissen unter Anleitung erfahrener Osteopathen am Patienten um.

Unerlässlich ist auch eine Kenntnis der Differenzierung der einzelnen Organe und ihrer typischen Zellen, die spezifische Funktionen im Stoffaustausch übernehmen.


Eine Kunst

Die Kunst, einen Menschen als Ganzes in seiner Lebenssituation zu begreifen. Die Hände sind das wichtigste Werkzeug des Osteopathen.

A.T. Still, der Vater der Osteopathie, bezeichnete die Vorgehensweise des Osteopathen "with thinking fingers".

Ich verstehe "begreifen" sowohl wörtlich "mit den Händen", aber auch im weiteren Sinne von "verstehen".

Anne Wales, eine Weggefährtin von Dr. Sutherland, die 2005 im Alter von 101 Jahren verstarb (nachdem sie 80 Jahre lang als Osteopathin gearbeitet, geschrieben und gelehrt hat) beschreibt dies wie folgt:


"Als Osteopath untersuchst Du den Körper des Patienten durch deine Hände. Du studierst die Anatomie, damit Du verstehen kannst, wie der Körper arbeitet und was das Problem ist, das den Patienten zu Dir führt. Du möchtest die Problematik verstehen, bevor Du irgendeine Art von Behandlung verordnest. Du möchtest verstehen, was seine Beschwerden sind, die Geschichte seiner Beschwerden und dann möchtest Du herausfinden, was das Problem hinter seinen Beschwerden ist."

Anne Wales D.O., Massachusetts, 2001 (97. Lebensjahr)


Hilfe zur Selbsthilfe

Hilfe zur Selbsthilfe über die Aktivierung der jedem Körper innewohnenden Selbstheilungskräfte. Schon W.G.Sutherland, ein Schüler Stills, prägte den Begriff "der innere Arzt", um diese dem Körper innewohnenede Kräfte zu beschreiben. Der Osteopath heilt nicht, sondern hilft dem Körper, sich selbst zu heilen. Die Durchblutung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Schon A.T. Still sprach von der entscheidenden Rolle der Arterie: "the rule of the artery is supreme".

Er orientiert sich dabei an dem Natur-Phänomen, dass sich fließendes Wasser selbst reinigt, während stehendes Wasser eher zur Versumpfung neigt. Schlecht in den Stoffwechsel eingebundenes Gewebe wird so zum Herd für Keime, Parasiten etc. Schlecht versorgtes, austrocknendes Gewebe kann seiner eigentlichen Funktion nur noch unzureichend nachgehen. A.T. Still sprach davon, dass die vertrockneten Felder wieder bewässert werde müssten, wenn die Ernte der Gesundheit nicht für immer verlorengehen soll ("…the withering fields must be irrigated at once or the harvest of health be forever lost").

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